Loading

Northwest Territories

k Kanada2006 039

Die Northwest Territories Kanadas – gut zu erreichen, fast nicht zu fassen!

Allgemeine Informationen
Einsamkeit, urtümliche Naturschönheit, zahllose Flussläufe, eine einzigartige Tierwelt und freundliche Menschen aller Kulturen sind das Markenzeichen der Northwest Territories. Legt man die politischen Grenzen der Northwest Territories zugrunde, so sind es mehr als 1,1 Mio qkm Land und Inlandseen. Deutschland, Frankreich, England und Spanien würden flächenmäßig gerade die Hälfte ausfüllen. Allerdings leben gerade 42.940 Menschen hier, knapp 0,1% der Gesamtbevölkerung Kanadas, die meisten davon gehören zu den sogenannten First Nations Kanadas. Sie können sich vorstellen, dass Sie hier quasi das ganze Territorium für sich haben und höchstens auf ein paar gleichgesinnte Individualisten, Naturliebhaber, Abenteurer und Kulturinteressierte treffen werden.

Im Süden sind die Northwest Territories wie mit dem Lineal durch den 60. Breitengrad abgesteckt, im Westen durch den Yukon bregrenzt, im Osten durch das neue Territorium Nunavut. Die Northwest Territories sind eine Ecke Kanadas, die kaum einer kennt – und daher nach wie vor ein echter Geheimtipp! Dabei lassen sie sich ganz hervorragend mit einer Reise in den Yukon oder aber Albertas Norden verbinden.

Im Gegenzug für gewisse infrastrukturelle Entbehrungen wird man mit einer grandiosen Natur entschädigt. Der Norden stellt an jegliche Form von Leben harte Bedingungen, aber trotz der unwirtlichen Gegebenheiten ist die Vielfalt an Tieren und Pflanzen erstaunlich. In den Parks bieten sich gute Möglichkeiten, einige davon kennen zu lernen. Moschusochsen, Bären, Bisons, Karibus, Schneeeulen, Schreikraniche, Pelikane und Schneehühner leben dort. Im Sommer kann man an der nördlichen Küste sowie in den Gewässern um die Inseln Wale, Walrosse und Robben beobachten. Der Pflanzenreichtum der Northwest Territories umfasst mehr als 800 verschiedene Arten und reicht von Moosen, Flechten und Farnen der arktischen Tundra bis hin zu Fichten, Lärchen und Birken der subarktischen Zone.

Sobald Ende August die ersten Sterne funkeln, füllt sich der Himmel des Nordens mit dem Tanz der Aurora Borealis – den Polarlichtern. In manchen Nächten hängen sie wie leicht bewegte Vorhänge herab, in anderen wiederum zucken leuchtende Farbkaskaden über den Himmel. Die klaren Nächte von September bis März sind die beste Zeit, dem Schauspiel beizuwohnen.

Yellowknife - die Hauptstadt:
Yellowknife ist die sonnigste Stadt in ganz Kanada. Es ist die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in ganz Kanada. Daher auch am Besten geeignet, um einen unverregneten Sommerurlaub zu verbringen oder die größte Lichtshow am sternenklaren Himmel der tanzenden Nordlichter zu beobachten. Von Wildnis umgeben, von der Mitternachtssonne erleuchtet, vom Geist der Pioniere beseelt – wie die anderen Städte des Nordens bietet Yellowknife eine einzigartige Mischung aus modernem Leben und faszinierender Vergangenheit. Yellowknife, die 18.700 Einwohner zählende Stadt der Northwest Territories, macht – wie man so schön sagt – den Spagat zwischen „Vorposten“ und „High Tech“. Die Stadt hat eine wunderschöne Lage auf einer Halbinsel, die in den Great Slave Lake hineinragt. Sie verfügt über die Annehmlichkeiten modernen Lebens und ist gleichzeitig die Schwelle zu einer großartigen Wildnis. Hier wohnen Dene, Inuit, Metis und Menschen aus dem übrigen Kanada und der ganzen Welt. Gegründet als Zentrum der Goldbergwerke, wurden hier erstmals 1991 Diamanten entdeckt.

Auch ist Yellowknife mit Abstand die größte Stadt der Territories. Die Stadt gliedert sich in einen neuen (südlichen) und älteren (nördlichen) Teil. Im neuen Abschnitt befinden sich die Geschäfte, Läden und Hotels. Old Town ist ein Labyrinth aus bunten Vierteln, Geschäften und Flugzeugstützpunkten rund um das Ufer des Great Slave Lake. Zum Herumschlendern ist das hügelige Wohngebiet der Old Town, zwischen der Back Bay und Yellowknife Bay eingeklemmt, sehr interessant. Die beste Aussicht bekommen Sie auf dem Bush Pilot’s Monument. Und das beste Souvenir – falls es für einen Diamanten nicht reicht?! Eine Replik des Straßenschilds „Ragged Ass Road“. Ein Muss ist ein Brunch oder Dinner (z.B. Arctic Char) im legendären Wildcat-Cafe – eine urige, klitzekleine historische Blockhütte. Der Frame Lake, ungefähr so groß wie das Zentrum von Yellowknife, liegt am Westrand der Innenstadt. Der 9 km lange Wanderweg rund um den See ist beliebt bei Joggern und Abendspaziergängern. Er führt am Heritage Centre und Legislative Assembly vorbei. Das Museum Prince of Wales Northern Heritage Centre bietet eine gute Einführung in die Northwest Territories. Dioramen informieren über die Lebensweise der Dene und Inuit sowie die Besiedlung durch Europäer. Geöffnet im Sommer (1.Juni bis 31. August) und im Winter (1. September bis 31. Mai), Montags - Freitags von 10.30 bis 17.00 Uhr (im Sommer bis 17.30 Uhr), sowie an den Wochenenden von 12.00 bis 17.00 Uhr. -- www.pwnhc.ca --

Deh Cho Route
(Alberta, BC & Northwest Territories)
-- www.dehchotravel.com --
Drehen sie den Kompass auf Norden und erfahren sie viel Unentdecktes, tosende Wasserfälle, riesige Naturparks, die Stille der Einsamkeit, das größte Lichtschauspiel der Natur, die Aurora Borealis... Eine Rundreise, geeignet nicht nur für Kanada-Wiederholer und Kenner. Eine Reise in die abwechslungsreiche Natur des hohen Nordens von ca. 2.000 km, für die man mindestens zwei bis drei Wochen einrechnen sollte. Eine Tour, die Sie entweder mit dem Mietwagen oder dem Wohnmobil unternehmen können. In der Sprache des Dene-Volkes heißt Deh Cho „Großer Fluss“. Gemeint ist der Mackenzie River, der seinen Namen dem berühmten Entdecker aus dem 18. Jahrhundert verdankt. Eine Rundreise auf dieser Route führt durch drei Provinzen: Alberta, BC und die Northwest Territories. Ideale Startpunkte sind Edmonton oder Calgary. Für eine Rundreise mit Abstecher nach Yellowknife und zum Wood Buffalo National Park (was ein Muss ist, wenn Sie schon mal hier sind, denn mit seinen 44.807 qkm ist er Kanadas größter National Park und weltweit der zweitgrößte), sollte man etwa drei Wochen einplanen. Hier kommen Sie wirklich noch in unberührte entlegene Gebiete. Die eigenwillige Landschaft des Nordens mit ihren riesigen Wildnisgebieten, die typisch kanadische Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen, ist wirklich beeindruckend. Neben 36 Provinz- und Territorial Parks, die auf der Strecke liegen, sind die Hauptstationen auf der Rundreise: Wood Buffalo NP und Fort Smith, Fort Simpson und Nahanni NP, der Liard Highway nach Fort Nelson und Yellowknife.

Wir haben für Sie eine Mietwagenreise auf der legendären Deh Cho Route zusammengestellt!

Wood Buffalo National Park
-- www.pc.gc.ca/pn-np/nt/woodbuffalo/index_E.asp --
Es gibt weder Ampeln noch Staus, doch unter Umständen zwingt Sie eine Büffelherde zum Stoppen. Im Sommer ist die Mitternachtssonne Ihre Straßenlaterne. Mit einer Ausdehnung von 44.807 qkm ist der seit 1983 als World Heritage Site klassifizierte Wood Buffalo Nationalpark der größte Nationalpark Kanadas und einer der größten Nationalparks der Welt. Er umfasst ein Gebiet größer als die Schweiz und erstreckt sich zu einem Drittel in den Northwest Territories. Der Rest liegt in Alberta. Das Besondere? Dieser Park beherbergt die größte freilebende Bisonherde der Welt – sie umfasst ca. 5.600 Tiere – und ist der einzige bekannte Nistplatz des seltenen Schreikranichs, von denen sich mittlerweile 220 Exemplare hier im Park „Kranich-Wohl“ fühlen. Weltweit gibt es gerade noch 470 Exemplare dieser Vogelart. Den Tierschützern gelingt es immerhin, den Bestand zu sichern. Neben zahllosen Elchen, Karibus, Bären und Wölfen leben auch viele kleinere Tierarten hier. Im Herbst und Frühjahr kommen in den Zugvögelschwärmen mehr als eine Million Enten, Gänse und Schwäne in das Gebiet. Nicht weit außerhalb des Parks bei Fort Smith gibt es Tiere, die man in diesen Breitengraden gar nicht mehr erwarten würde. Und zwar Nashorn-Pelikane! Zu empfehlen ist ein Picknick an den Stromschnellen des Slave River. Sehr beeindruckende Erscheinungen sind auch das Peace Athabasca Delta, die Salzebenen sowie die unterirdischen Höhlen. Wichtig: Auf keinen Fall nur über die Straßen durch den Park bewegen – so kann man nur wenig von der landschaftlichen Schönheit erfassen. Am Ufer des Lake Athabasca liegt Fort Chipewyan, die älteste noch bestehende europäische Siedlung und ein äußerst reizvolles Örtchen, welches sich Ihre Kunden nicht entgehen lassen sollten. Je nach Jahreszeit sollten sich die Besucher mit ausreichend Mückenschutz und spezieller Kleidung, die vor Ort zu bekommen ist, eindecken. Übrigens – Fort Chipewyan liegt eigentlich schon wieder in Alberta – die Anfahrt per Auto ist jedoch nur über die Northwest Territories möglich, z.B. über Fort Smith und weiter mit einem Kleinflugzeug.

Inuvik
-- www.inuvik.ca --
Inuvik ist heute mit seinen 3.484 Bewohnern die größte Stadt nördlich des Polarkreises. Dank des Dempster Highways entstand die einzige Straßenverbindung die Inuvik mit dem 1.253 km entfernten Whitehorse (Yukon) verbindet. Sie liegt am East Channel des Mackenzie River, ungefähr 97 km südlich der Polarmeerküste. Inuvik selbst ist 57 qkm groß und liegt im Mackenzie Delta, das ein Gebiet von mehr als 12.000 qkm umfasst. Es ist das größte Flussdelta Kanadas und Lebensraum für eine großartige Tierwelt. Hier leben zahlreiche Pelztiere und im Sommer ist es das Brutgebiet hunderter Vogelarten. 56 Tage pro Jahr ( Ende Juni, Juli und einige Tage des Monats August ) herrscht hier täglich 24 Std. lang Tageslicht. Der wärmste Monat ist der Juli mit bis zu +31,7°C und der kälteste der Januar mit bis zu -56,7°C. Die ersten Schneefälle setzen gegen Ende August ein. Hier gibt es Kunsthandwerk zu kaufen, darunter handgemachte Parkas. Die beiden Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind die wie ein Iglu geformte Our Lady of Victory Church und die Ingamo Hall, ein dreistöckiges Blockhaus, das als Gemeindezentrum dient. Von hier aus bieten sich Tagesausflüge nach Tuktoyaktuk, Herschel Island und ins Mackenzie-Delta an. Das Angebot ab Inuvik umfasst Wander-, Bus-, Boots- und Tierbeobachtungstouren.