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British Columbia, kurz BC genannt, liegt im äußersten Westen von Kanada an der Pazifikküste. Die Provinz erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 950.000 km² - oder ungefähr 9,5 Prozent der Gesamtfläche von Kanada. British Columbia ist nach Quebec und Ontario die drittgrößte Provinz in Kanada. Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz könnte man bequem in BC unterbringen. British Columbia wird im Norden vom Yukon und den Northwest Territories begrenzt, im Osten von Alberta (gemeinsame Grenze 1.545 km), im Süden von den drei US-Bundesstaaten Montana, Idaho und Washington, im Nordwesten von Alaska und im Westen vom Pazifik. Insgesamt verfügt BC in Kanada über 27.000 km zerklüfteter Küstenstriche, inklusive tausender Inseln und bergiger Fjorde.
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Das folgende Video ermöglicht Ihnen einige erste Eindrücke von diese phantastischen Region in Kanada!
Vancouver Island - eine der einzigartigen Regionen British Columbias - ist 451 km lang und liegt vor der südwestlichen Ecke des Festlandes von Kanada. Mehr als zwei Drittel von BC gelten als gebirgig; die Rocky Mountains verlaufen in Nord-Süd-Richtung, begleitet von einer Reihe weiterer Gebirgsketten: Columbia, Monashee, Cariboo, Selkirk, Purcell, Cassiar, Omineca und Skeena. Man möchte es kaum glauben, aber nur drei Prozent der Gesamtfläche sind rein für den Ackerbau hier in Kanada nutzbar. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten und des Klimas beschränken sich die Anbaugebiete auf das Okanagan Valley (z.B. Weine, Orchideen) sowie auf die Kootenays und das Fraser Valley (Milchwirtschaft). Der Waldbestand der Provinz macht ungefähr 55 Prozent aus; Douglas-Fichten und Rote Zedern wachsen in den feuchten Küstenregionen von Kanada, während beispielsweise Kiefern und Hemlocktannen in den höheren, trockeneren Regionen im Landesinneren zu finden sind. Neben einigen Nationalparks und National Park Reserves gibt es über 675 Provincial Parks und Erholungsgebiete in British Columbia- Kanada. |
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Es gilt größtenteils die Pacific Standard Time (MEZ -9 Std.). Ausnahme: die Gegend um den Peace River im Nordosten von Kanada und die Rocky Mountains nördlich von Montana bis nach Valemount. Gemessen an der Bevölkerung ist British Columbia mit etwas über 4 Mio. Einwohnern die am schnellsten wachsende Provinz des Landes. Gleichzeitig liegt hier die drittgrößte Stadt von Kanada - Vancouver, in der mehr als 1,9 Mio. Menschen leben. An der Südspitze von Vancouver Island, südwestlich vom Festland, liegt die Provinzhauptstadt Victoria (334.000 Einwohner).
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Vancouver, das wirtschaftliche Zentrum und die bei weitem größte Stadt der Provinz in Kanada, erstreckt sich direkt an der Küste. Die allgemeine Atmosphäre in British Columbia unterscheidet sich vor allem im Südwesten der Provinz vom restlichen Kanada. Sie ist sehr viel Lifestyle-orientierter, was z.T. auf den kalifornischen Einfluss zurückzuführen ist (die Grenze zu den USA liegt nur 40km südlich). Kultur, Gebräuche und Sprachen sind in British Columbia so unterschiedlich wie die Bevölkerung selbst. Als Kanadas Tor zu Asien weist Vancouver beispielsweise das drittgrößte Chinatown Nordamerikas auf. Aber auch andere Bevölkerungsgruppen wie Deutsche, Italiener, Japaner, Briten, Russen oder Kariben tragen auf kulinarische, architektonische und religiöse Weise zum vielfältigen Leben der Provinz in Kanada bei. Nicht zu vergessen ist natürlich das kulturelle Erbe der Ureinwohner, die 3,4 Prozent der Bevölkerung repräsentieren (ungefähr 140.000) und den Besuchern durch Museen, Kunst- und Gemeindezentren oder speziell ausgearbeitete Touren ihre vergangene und heutige Lebensweise näher bringen.
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Anreise
Vancouver (YVR) wird von vielen Großstädten Mitteleuropas aus direkt oder mit Umsteigeverbindungen angeflogen. Die Flugzeit von Frankfurt aus beträgt ungefähr 10 Stunden. Am internationalen Flughafen von Vancouver, der im Süden der Stadt liegt, wird zur Zeit bei der Ausreise eine Ausreisesteuer (tax) von 15 CAD erhoben. Vancouver wird ganzjährig von AIR CANADA/ Lufthansa direkt ab Deutschland angeflogen. Weitere Verbindungen gibt es mit British Airways ab London sowie im Sommer mit Air Transat, LTU, Condor und Martinair ab Amsterdam. |
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Das Klima in BC - ein Outdoor-Eldorado
In British Columbia Kanada herrscht sehr unterschiedliches Klima, was durch Topografie und die Entfernung zum Pazifischen Ozean beeinflusst wird. Große Schwankungen in Bezug auf Sonnenstunden, Niederschläge und Temperaturen - manchmal über kurze Distanzen hinweg - sind keine Seltenheit (z.B. Vancouver/Whistler). Im Sommer steigt das Thermometer im Landesinneren oft auf über 30 °C an, während die Temperaturen in anderen Regionen zwischen 23°C und 28 °C liegen. |
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Das Lower Mainland und Victoria erfreuen sich eines milden Winters, sollte es dennoch einmal schneien, so bleibt der Schnee hier in Kanada selten lange liegen. Man sollte sich allerdings warm anziehen, wenn man Richtung Whistler oder gen Norden unterwegs ist. Sind die Temperaturen im kanadischen Vergleich auch relativ mild, so sind diese Regionen nicht umsonst für ihren großartigen Wintersport berühmt. Das unterschiedliche Klima ermöglicht es, sich innerhalb ein und derselben Provinz - manchmal sogar in nur einer Stadt - die besten und unterschiedlichsten Outdoor- Aktivitäten herauszusuchen.
Im Großraum Vancouver könnte man z.B. Ski fahren, Golf spielen und anschließend in einem Bistro der Innenstadt relaxen - alles innerhalb eines Tages. Das Gebirgsklima in Kanada sorgt für einzigartige Wintersportbedingungen, während das Wetter an der Küste zum Segeln einlädt, von den verschiedensten Möglichkeiten zum Wandern und Tiere beobachten ganz zu schweigen. |
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Inside Passage (Port Hardy - Prince Rupert)
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Die Inside Passage ist zu Recht eine der berühmtesten Fährpassagen der Welt. Die etwa 15-stündige Fahrt zwischen Port Hardy auf Vancouver Island und Prince Rupert im Norden von B.C. in Kanada führt durch die zerklüfteten, nahezu unbesiedelten Fjorde der kanadischen Westküste, vorbei an beeindruckenden Berglandschaften und uralten Wäldern. An Bord können sich die Fahrgäste sowohl an Deck als auch in durch große Fenster windgeschützten Panoramaräumen aufhalten. Im Schiffsrestaurant werden reichhaltige Buffets serviert. Und wie auf einem großen Kreuzfahrtschiff erwarten die Gäste an Bord Souvenirläden, Boutiquen, Spielsalons etc. Diese außergewöhnliche Fahrt mit oder ohne Auto von Port Hardy nach Prince Rupert ist ein einzigartiges Erlebnis. Da jedoch gerade in den Sommermonaten viele Fährschiffe oft ausgebucht sind, ist eine frühst möglichste Reservierung sehr empfehlenswert (das ist über viele dt. Reiseveranstalter möglich). |
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Discovery Coast Passage: Port Hardy - Bella Coolla
| Eine echte Alternative zur berühmten Inside Passage ist die Discovery Coast Passage in Kanada. Die Fähre „Queen of Chilliwak" verbindet Port Hardy an der Nordspitze Vancouver Islands mit dem kleinen Westküsten Örtchen Bella Coola. Die Fährfahrt gibt es in drei Varianten und dauert zwischen einem und fast 3 Tagen (je nach Route). Die Fahrt führt mit oder ohne Auto durch geschützte Meeresarme, die von immer grün bewachsenen Inseln und alles überragenden Fjorden umgeben sind - ein Land in dem sich auch Tümmler, Wale und Adler bewegen. Unterwegs werden wie gesagt verschiedene Inseln anlaufen, auf denen man (vor allem bei der 3-Tages Variante) einen sehr guten Einblick in die dort noch sehr lebendige Indianerkultur bekommt. Wir konnten verschiedene wirklich interessante Persönlichkeiten kennenlernen, die uns sehr offen durch die Dörfer geführt haben. Dabei bekamen wir die Symbolik von Totempfählen, Schnitztechniken, eine Lachsfarm oder jede Menge Infos zur Geschichte der Westküsten-Indianer erklärt. Man merkt, dass die Inselbewohner sich über jeden Besuch freuen und dass alles „echt" ist, nicht für Touristen inszeniert. Es gibt an Bord der Fähre keine Kabinen, d.h. man muss seinen Schlafsack irgendwo hinlegen. Tipp: Auf dem obersten Deck gibt es das sogenannte „Solarium". Hier ist wohl der beste Platz, um sich sein Schlafplätzchen einzurichten. Man schaut in den Himmel, ist trotzdem vor Wind und Wetter geschützt, und man muss sich den Platz mit nur wenigen „Insidern" teilen. Traumhaft schön! |
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Geschichte
Die Menschen und Schauplätze der Vergangenheit von Kanada sind tief mit der Geschichte und den Traditionen British Columbias verwurzelt. Tiefgreifende Ereignisse wie der Goldrausch, der Tausende von Schatzsuchern zum Fraser River, Cariboo und Klondike zog, sowie der Bau der Eisenbahn, für den buchstäblich Berge versetzt wurden, finden sich heute in Ortsnamen, Legenden und wahren Geschichten ebenso wieder wie in der individuellen Lebenseinstellung, die man an der Westküste von Kanada pflegt. Von den ersten nachweisbaren Bewohnern British Columbias nimmt man an, dass sie vor über 10.000 Jahren über Asien in die Region kamen. Die üppige Flora und Fauna ermöglichte die Entstehung einer hochentwickelten Kultur zahlreicher First Nations mit einem weitverzweigten Handelsnetz.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts unternahm man auf der Suche nach Reichtümern die ersten europäischen Expeditionen. Zuerst landeten die Russen und Spanier - viele der Inseln in der Strait of Georgia, so z.B. Galiano, Valdes und Quadra, tragen ihre Namen. Der erste Weiße, der British Columbia betrat, war der englische Kapitän und Entdecker James Cook im Jahre 1778, der die Schifffahrtsroute durch den amerikanischen Kontinent zwischen Pazifik und Atlantik, die legendäre Nordwest-Passage, finden wollte. Die Suche verlief erfolglos, aber seine Erzählungen über das äußerst einträgliche Pelzgeschäft lockte viele Händler an, wie z.B. auch Alexander Mackenzie und Simon Fraser. 1805 errichtete die Hudson's Bay Company den ersten Handelsposten in Hudson's Hope. Als Reaktion auf die Präsenz der Spanier hatte Captain George Vancouver inzwischen Vancouver Island für Großbritannien eingenommen. Nach Jahren der Auseinandersetzung mit den USA wurde die Insel 1849 zur Kronkolonie erklärt - und erstmals karthografisch erfasst. Vancouver Island war damals Pachtland der Hudson's Bay Company, die Land- und Schürfrechte an zukünftige Siedler verkaufte. |
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Victoria, die Hauptstadt British Columbias in Kanada, wurde nach Königin Viktoria von England benannt. Die Stadt wurde zunächst als Außenposten der Hudson's Bay Company im Jahre 1843 als Fort Victoria gegründet. Als man am Fraser River 1858 Gold entdeckte (Caribou Gold Rush), zog dies eine Flut von waghalsigen Glücksrittern in das Gebiet und führte dazu, dass das Festland von BC ebenfalls zur Kronkolonie proklamiert wurde. Obwohl der Goldrausch nur wenige Jahre andauerte, blieben viele, die einst dem Ruf des Goldes gefolgt waren und gründeten feste Siedlungen. 1866 vereinigte man beide Kolonien, und nach zähen Verhandlungen traten sie 1871 als Provinz British Columbia der kanadischen Förderation bei. |
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